Kidventures am Brandberg – Namibia

Wasser!

Die Sonne brennt. Das Laufen fällt langsam schwerer. Ab jetzt machen wir aller dreiviertel Stunden eine Trinkpause.
Plötzlich sieht man Vögel, die über einer grünen Stelle kreisen. Ein Hinweis auf Wasser. Wir machen an der Wasserstelle halt. Ich fülle meine Mütze mit Wasser und setze sie auf. Das Wasser fließt angenehm kühl über mein Gesicht. Gleich nochmal!
Um die Vorräte zu schonen, trinken wir hier auch gleich etwas. Danach wandern wir über Absätze im Tal weiter nach oben und machen unter einem Felsvorsprung später Mittagspause. Durch die klare Sicht wirkt alles so nah und man verschätzt sich mit Entfernungen leicht.
Wir kommen gut voran. Nach einer Weile entdecken wir noch eine schöne Wasserstelle. Es gibt also doch noch mehr Wasser, man muss es nur finden. Da es uns hier so gut gefällt, bleiben wir hier noch ein Weilchen.

Die Wasserstelle

Das Wasser ist sogar so tief, dass man drin liegen könnte. Der Haken an der Sache ist: Im Wasser lauern Wasserkäfer. Sobald man Füße oder Hände ins Wasser tauchen will, beißen sie. Aber damit muss man eben leben. Wir legen unsere Rucksäcke neben einem der haushohen Steine ab. Ich klettere auf einen kleineren Stein und schaue mich um. Die anderen machen es sich nach einer Weile auf den warmen Steinplatten bequem.
Rings um die Steine stehen blühende Bäume, manche mit verdrehtem Stamm oder auf andere Weise krumm. Es duftet süß. Einfach herrlich!

Ein kleiner Ausflug

14 Uhr: Ralph, Paula und Ich wollen noch auf den nächstgelegenen Hang steigen. Marion bleibt bei unseren Sachen. Wir Drei klettern den steinigen abschüssigen Hang hinauf. Zwischen den Steinen wachsen kniehohe Pflanzen, die meisten stachlig. Diesem Gelände folgen ca. 100 m lange steil abfallende Felsplatten. Halb kletternd hangeln wir uns an den am Rand angrenzenden Felsen entlang. Oben angekommen haben wir eine atemberaubenden Blick auf das Tal und die umliegenden Gipfel.
Auf unserem kleinen Plateau entdecken wir ein Paar Felszeichnungen. In der untergehenden Sonne gehen wir an einer Spalte entlang auf die andere Seite des Plateaus. Dort steigen wir ab. Hier sind die Felsplatten noch steiler. Wir rutschen auf dem Hintern in vom Regen ausgewaschenen Rinnen langsam nach unten. Die Sonne verschwindet derweil langsam hinter dem nächsten Gipfel.

Abendbrot und Feuer

Von hier oben kann man Marion schon sehen. Sie hat Abendbrot auf einem großen Stein vorbereitet.
Nach einer Weile sind wir dann unten. Der Untergrund ist noch warm. Das Essen schmeckt lecker. Wir haben unseren Proviant in Rationen geteilt, damit es für die vier Tage unserer Besteigung reicht.
Später machen wir noch ein kleines Feuer. Nebenbei bauen wir unser Zelt auf.

glowing rocks

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Wohin?

1.500 m: Noch 1.270 m bis zum Gipfel.
Der Weg im Schatten der Berge ist kühl. Von Weitem sieht es zwar einfach aus, stellt sich aber dann doch als kompliziert heraus. Als wir den Rand des Tals erreichen, scheint uns die Sonne entgegen. Vor uns sehen wir die Wasserfallfläche, die unser heutiges Ziel ist. Aber vorher müssen wir noch durch das kleine Trockenflussbett davor, das mit Gestrüpp und kleinen Bäumen bewachsen ist. Ein Pfad ist im sandigen Flussbett nicht auszumachen. Alles ist dicht mit Pflanzen bewachsen.