Kidventures am Brandberg – Namibia

Brandberg massif

Bruno berichtet:

Der Brandberg liegt im Westen Namibias, 80 km vor der Küste des Atlantiks in der Nähe von Uis. Die Schotterpiste, auf der wir gerade unterwegs sind, ist staubig und trocken. Ab und zu überholt uns ein anderes Auto. Die Landschaft fliegt vorbei, endloses Buschland, manchmal ein Trockenfluss. Ein weiteres Auto überholt uns. Vor uns erhebt sich endlich das Brandbergmassiv majestätisch aus dem Staub. Ich genieße diesen atemberaubenden Ausblick und blicke auf die vielen Gipfel und Täler. Es ist Nachmittag und die Sonne wirft ein warmes Licht auf die Steinflächen.

Neben der Straße wird das Land hügeliger und nach einer Kurve wird dann der Blick auf Uis frei. Uis (einheimisch für „bittere Quelle“) ist eine ehemalige Bergbauort für die ehemalig weltgrößte Zinnmine. Hier wurde bis 1990 Zinn und Wolfram gefördert.
Später biegen wir auf dem Welwitchia-Hightway Richtung Brandberg ab. Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir die Hungarobschlucht, wo wir unsere Besteigung beginnen werden.

Ankunft

Der Berg glüht in der untergehenden Sonne. Die Steine sind noch warm vom Tag. Wir stellen unser Auto ab und erkunden die Umgebung. Es gibt verschiedene Steinfarben, schwarz, rot und fast weiß oder gelb. Doch mit dem Sonnenstand verändern sich auch die Farben, von gelb über glutrot bis violett. Wir machen ein paar Filmaufnahmen. Später packen wir unsere Sachen für den nächsten Tag. Den Abend lassen wir am Feuer ausklingen.

foothills

– – –

Sonnenaufgang

7 Uhr: Es ist noch halbdunkel draußen. Wir packen noch die restliche Ausrüstung zusammen, verstecken die Wasserkanister und los geht’s. Nur mit dem Nötigsten für 3 Tage brechen wir auf. Noch sind wir auf 706 m Höhe. Das erste Stück ins Tal ist einfach. Doch dann wird die Vegetation höher und es gibt keinen richtigen Weg mehr. Wir versuchen trotzdem so weit wie möglich zu kommen, bevor die Sonne aufgeht und den Talkessel zu sehr aufheizt.
Dann Sonnenaufgang. Die Sonne scheint über die Berge die uns anfangs Schatten geboten haben. Wir machen eine Trinkpause und weiter geht’s.

Labyrinth aus Steinen

Langsam wird das Gelände steinig. Steinig bedeutet hier ein Labyrinth aus haushohen Steinen. Wir suchen uns also einen Weg durch dieses Chaos und orientieren uns dabei am GPS. Manchmal ist das gar nicht so einfach.
Wir machen nun noch einen längere Pause mit Äpfeln und Möhren. Trinken ist besonders wichtig. Einer unserer Wasserbehälter hat ein Leck und wir müssen ihn in der Hand tragen. Wir klettern über Felsen und durch kleine Höhlen. Sehr anstrengend!
Am Ende dieser großen Steinmurmeln ist der Weg auch schon wieder mit Steinmännchen markiert und weniger anstrengend.